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Die Leptospirose

01.09.2021

Die Leptospirose ist eine Infektionskrankheit, die durch fadenförmige Bakterien ausgelöst wird. Bei der Infektion durchwandern die Bakterien die Schleimhäute und gelangen so in die Blutbahn und vermehren sich dort sehr schnell. So befallen sie meist Nieren, Leber und manchmal auch das Zentrale Nervensystem. Die Leptospiren siedeln sich in den Nieren an und können dort lange Zeit verharren. Das führt dazu, dass die betroffenen Tiere die Bakterien über den Urin ausscheiden und somit dann Weitere angesteckt werden.

Da sich Leptospiren in feuchter Umgebung sehr wohl fühlen und lange überleben, sind abgestandene Gewässer gewissermaßen Infektionszentren. Wirte wie Hunde, Katzen, Mäuse, Ratten, Füchse und Igel, die dort uriniert haben könnten, haben die Gewässer kontaminiert und jede Spezies, die in dieses Gewässer geht oder daraus trinkt kann befallen werden. Die Hauptsaison ist der Spätsommer oder Herbst und auch bei starken Regenfällen ist die Infektionsrate hoch. Klarerweise ist der direkte Kontakt mit dem Urin oder Blut eines Infizierten auch ansteckend.

Die Leptospirose kann unterschiedliche Säugetiere befallen, bei Haustieren sind meistens Hunde betroffen. Katzen können auch (Über-)Träger der Bakterien sein, erkranken aber eher selten. Die Bakterien können unter anderem eine Nierenentzündung, Leber- und Nierenversagen, Blutgerinnungsstörung, Darminvagination, Hirnhautentzündung, oder Lungenentzündung verursachen. Bei Hunden treten meist Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Fieber, Gelbsucht oder Atembeschwerden auf. Wenn Sie solche Symptome bei Ihrem Hund feststellen, suchen Sie sofort einen Tierarzt auf, denn Ihr Vierbeiner kann rasch versterben.

Bitte beachten: Die Leptospirose gehört zur Gattung der Zoonosen. Dies bedeutet sie ist auf Menschen übertragbar. Auch wenn laut Humanmedizinischen Studien die Sterblichkeitsrate bei Menschen nicht so hoch ist, kann sie dennoch gefährlich sein. Durch Schwimmen in abgestanden Gewässern könnte man sich beispielsweise anstecken. Sollte man bei Ihrem Vierbeiner feststellen, dass Leptospirose positiv getestet wurde, kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Hausarzt, um weitere Schritte und Maßnahmen ergreifen zu können. Sollten Sie aufgrund von Beschwerden positiv getestet werden, würden wir empfehlen Ihre Haustiere untersuchen und dementsprechend behandeln zu lassen.

Die gute Nachricht ist, dass es eine Impfung gegen die Leptospirose gibt. Sie schützt gegen viele Stämme dieser Bakterien und ist eine tolle Methode sich selbst und seine Vierbeiner vor Schlimmerem zu bewahren. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Vierbeiner ausreichend und regelmäßig geimpft wird, dann können Sie  sorglos die Spätsommertage mit der ganzen Familie genießen.